Wertvoller Punktgewinn in Muttenz
Am Samstag reiste die Mannschaft von Trainer Dariusz Skrzypczak zum Spitzenteam SV Muttenz auf den Margelacker und erzielte ein 1:1-Unentschieden.
Dort wartete mit Daniele Vesco (19 Saisontore) der aktuell beste Torschütze der Liga. Nach vier Niederlagen in Folge fuhren wir demütig, aber keineswegs ängstlich nach Muttenz – mit dem klaren Ziel, endlich wieder ein positives Resultat einzufahren und die deutliche 1:5-Hinspielniederlage vergessen zu machen.
Im Vergleich zur 0:3-Niederlage vor Ostern nahm Skrzypczak nur minimale Anpassungen vor. Erstmals in dieser Saison setzte er auf zwei Sturmspitzen: Maksuti und Bouazzi harmonierten hervorragend und beschäftigten die Muttenzer Abwehr um Lee und Estermann immer wieder gefährlich.
Die Gastgeber starteten zunächst etwas besser ins Spiel. In der 15. Minute kam Vesco nach einem Angriff über die linke Seite zum ersten Abschluss. Besa liess sich jedoch nicht beeindrucken und suchte mutig den Weg nach vorne. Nur zwei Minuten später (17.) scheiterte Osmanovic mit einem Schuss von links knapp über dem Tor.
In der 29. Minute fasste sich Kapitän Sheholli ein Herz, marschierte über das halbe Spielfeld und leitete eine weitere Torchance ein. Im direkten Gegenangriff (30.) lancierte Oberle Vesco mit einem langen Ball über den gesamten Platz. Simmen brachte den Topscorer aus dem Rhythmus, und Torhüter Bracher klärte mit einer starken Reaktion – eine hochgefährliche Szene.
Besa blieb dran und nutzte die sich zeigenden Unkonzentriertheiten der Muttenzer, die trotz eingespielter Abwehr und starkem Mittelfeld immer wieder Wackler zeigten. In der 38. Minute eroberte Bouazzi im Mittelfeld den Ball, zog Richtung Tor und bediente den perfekt postierten Maksuti mit einem präzisen Flachpass. Dieser vollendete eiskalt ins lange Eck zum 0:1. Der Jubel war riesig – in der Rückrunde hatte die Mannschaft das Gefühl des Führens schmerzlich vermisst.
Nach der Pause wollte Besa mit gezielten Nadelstichen nachlegen. In der 53. Minute profitierte Bouazzi von einem Ballverlust der Muttenzer auf Höhe der Strafraumecke, schloss aber etwas zu hektisch ab. Ein Pass auf den freistehenden Maksuti oder Osmanovic hätte wohl die Vorentscheidung bedeutet. Muttenz tat sich schwer und ihre Angriffe wirkten kompliziert und aufwendig.
In der 60. Minute gab es einen Schreckmoment: Ein scheinbar sicherer Treffer der Muttenzer wurde wegen Abseits zurecht aberkannt. Die Intensität der ersten Halbzeit liess auf beiden Seiten etwas nach. In der 69. Minute lenkte Oberle einen gefährlichen Hammer von Hamidi noch über das Tor.
Als sich viele bereits auf den Auswärtssieg einzustellen schienen, fiel in der 79. Minute der Ausgleich: Nach einer Ecke von Mumenthaler stieg der eingewechselte Stanic am zweiten Pfosten hoch und köpfte zum 1:1 ein. In dieser Situation stimmte die Zuordnung bei Besa leider nicht. Zum Schluss handelte sich Trainer Schädler in der 89. Minute wegen zweimaligen Reklamierens die Gelb-Rote Karte ein.
Fazit: Der Punkt geht in Ordnung. Muttenz ist zu Hause eigentlich sehr stark und seit Wochen ungeschlagen, während Besa mit grossem Willen die Negativserie beenden wollte. An diesem warmen Nachmittag auf dem Margelacker reichte es zu einem leistungsgerechten Remis. Für uns ist dieser Auswärtspunkt dennoch goldwert – er bringt dringend benötigtes Selbstvertrauen für die anstehenden “Finalspiele”. Mit neuem Schwung gilt es nun, den Ligaerhalt so rasch wie möglich unter Dach und Fach zu bringen.
Meisterschaft – 1. Liga
SV Muttenz – FC Besa Biel 1:1 (0:1).
Margelacker, Muttenz. – 140 Zuschauer. – SR: Mihajlovic.
Tore: 0:1 Maksuti (38.), 1:1 Stanic (79.).
SV Muttenz: Oberle – Mumenthaler, Lee (65. Stanic), Estermann, Jankowski – Miljanovic (75. Freyenmuth), Adamczyk, Suter, Kirilmaz (75. Poloni) – Vesco, Boughazi (75. Ait Jloulat).
FC Besa Biel: Bracher – Kracke, Sheholli, Simmen, Jakob – N. Doutaz (90. Dakaj) – Hamidi, Osmanovic, Luciano (83. Cani) – Bouazzi (64. Hofer), Maksuti (64. Kabuya).
Bemerkungen: Besa ohne Aliu, Berger, Celik, Doutaz, Mourelle, Preite (alle verletzt), Halilaj (nicht im Aufgebot).
Karten: 1. Bouazzi (gelb, Foul), 22. Sheholli (gelb, Foul), 57. Jankowski (gelb, Handspiel), 78. Luciano (gelb, taktisches Foul), 90.+4 Jakob (gelb, Foul), 90.+6 Mumenthaler (gelb, Reklamieren).
89. Muttenz-Trainer Peter Schädler mit gelb-rot des Feldes verwiesen (Reklamieren).