Nullnummer bei der Rückkehr in die Tissot Arena

Endlich war es so weit: Das erste Meisterschaftsspiel des FC Besa Biel auf dem neuen Kunstrasen der Tissot Arena. Nachdem die Mannschaft die gesamte Saison bisher auf dem Längfeld 2 ausgetragen hatte, war der Rahmen für das Duell gegen den FC Langenthal perfekt angerichtet.

Der FC Besa Biel hatte die Jugendklubs seiner Spieler eingeladen – zahlreiche Vertreter des FC Aurore Bienne, FC Azzurri Bienne, FC Biel-Bienne und FC Erguël folgten der Einladung – und so sorgten trotz strömendem Regen und kühlen 7 Grad stolze 670 Zuschauer für eine prächtige Kulisse.
Beide Teams, noch gezeichnet von den Niederlagen der Vorwoche, schickten taktisch disziplinierte Aufstellungen aufs Feld. Risiko wollte niemand eingehen, kontrollierter Spielaufbau stand im Vordergrund. In der ersten halben Stunde gehörte die optische Überlegenheit klar den Platzherren.
Bereits in der 7. Minute setzte Emre Celik, der ehemalige Langenthaler, den ersten Akzent: Nach herrlichem Zuspiel von Yassine Bouazzi – ebenfalls ein Ex-Langenthaler – scheiterte er knapp. In der 19. Minute dann die grösste Chance des Spiels: Ein Traumpass von Mourelle landete bei Hamidi, dessen Volleyschuss Neuenschwander mit einer Weltklasse-Parade gerade noch aus dem Lattendreieck kratzte – ein klarer Kandidat für das Tor der Woche. Nur zwei Minuten später stand Bouazzi plötzlich völlig frei vor dem Gästekeeper, doch erneut war Neuenschwander zur Stelle (21.).
Danach verflachte das Spiel etwas. Bis zur Pause blieben weitere nennenswerte Chancen Mangelware – abgesehen von einem Distanzschuss Hamidis (37.) und einem Versuch von Langenthals Captain Yigit in der 45. Minute. Mit leichtem Chancenplus und mehr Spielanteilen für Besa ging es torlos in die Kabinen.

Die zweite Halbzeit begann mit einem Schreckmoment für die Hausherren: In der 50. Minute liess Tebib eine harmlose Flanke durchrutschen, konnte sie aber beim zweiten Versuch noch zur Ecke lenken. Trainer Dariusz Skrzypczak hatte seine Mannschaft mit veränderter Formation kompakter eingestellt – der Matchplan ging auf. Langenthal fand kaum noch Räume, Verteidiger Anliker blieb oft nur der lange Diagonalball auf den sonst so quirligen Krasniqi, der an diesem Tag jedoch bei Mushkolaj hängen blieb und in der 77. Minute ausgewechselt wurde.
Trotz intensiver Bemühungen beider Teams fiel in der Schlussphase kein Tor mehr. Das 0:0 spiegelt das Gesehene fair wider: Besa hatte die etwas besseren Möglichkeiten, Langenthal die gefährlichere Szene nach der Pause und kurz vor Schluss, als Torjäger M’Vondo-Ze über das Tor schoss (90.). Beide nehmen einen Punkt mit, den sie als verdient einstufen dürfen.
Besa festigt damit den Platz im Mittelfeld der extrem ausgeglichenen Gruppe und steht vor einem echten Vorrunden-Finale: Am letzten Spieltag gastieren wir beim Kantonsrivalen FC Münsingen auf der Sandreutenen – ein Gegner, der nach schwachem Saisonstart zuletzt in bestechender Form agiert.

Licht und Schatten abseits des Rasens
Ein bitterer Wermutstropfen: Abwehrspieler Numa Doutaz (21) zog sich in einem Zweikampf mit Langenthals Captain Mehmet Yigit einen Kreuzbandriss sowie eine Meniskusverletzung zu. Eine Hiobsbotschaft für den gesamten Verein und besonders für den beliebten Dauerbrenner. Der FC Besa wünscht Numa schnelle Genesung, viel Kraft und Geduld – komm stärker zurück, Numa, wir warten auf dich!

Erfreulich dagegen: In der 83. Minute feierte der erst 17-jährige Altin Kurtishaj sein Pflichtspieldebüt für die 1. Mannschaft – genau für den verletzten Doutaz eingewechselt. Kurtishaj ist damit der jüngste Spieler in der Geschichte des FC Besa Biel, der je in der 1. Liga Classic auflief. Ein weiterer Beweis für die hervorragende Jugendarbeit und die konsequente Integration eigener Talente. Herzlichen Glückwunsch, Altin – auf viele weitere Einsätze!

Meisterschaft – 1. Liga

FC Besa Biel – FC Langenthal 0:0.
Tissot Arena. – 670 Zuschauer. – SR: Betschart.

Tore: Fehlanzeige.

FC Besa Biel: Tebib – Mushkolaj, Preite, Sheholli, Doutaz (83. Kurtishaj) – Mourelle, N. Doutaz – Hamidi (80. Luciano), Osmanovic (80. Halilaj), Celik – Bouazzi (66. Nushi).

FC Langenthal: Neuenschwander – Castiglione, Anliker, Heuberger, Simmen – Sarr – Rustemoski, Yigit, Huber, Krasniqi (77. Nseke) – M’Vondo-Ze.

Bemerkungen: Besa ohne Beauquier, Berger, Karimi, Rexhaj (alle verletzt), Hofer, Maksuti (beide nicht im Aufgebot), Kracke, Toumi (beide gesperrt). Numa Doutaz verletzungsbedingt ausgewechselt (83.). Ausgezeichnete Schiedsrichterleistung!
Karten: 45. Bouazzi (gelb, Foul), 88. N. Doutaz (gelb, Foul), 90.+2 Preite (gelb, Foul).

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