Missglückter Saisonstart
Besa unterliegt zum Saisonauftakt in Solothurn – starke Phase nach der Pause bleibt unbelohnt.
Der FC Besa Biel ist mit einer Niederlage in die neue 1.-Liga-Classic-Saison gestartet. Beim FC Solothurn verlor das Team von Neo-Trainer Dariusz Skrzypczak trotz engagierter Leistung mit 0:2. Vor 410 Zuschauern und bei hochsommerlichen Temperaturen von über 30 Grad zeigte Besa vor allem in der zweiten Halbzeit, dass man in dieser Liga durchaus mithalten kann – einzig die Effizienz vor dem Tor fehlte.
Hitzige, aber zähe erste Hälfte
Die Gäste mussten zum Auftakt gleich auf mehrere Spieler verzichten, darunter Neuzugang Beauquier (gesperrt) und einige Akteure, die sich noch in den Ferien befanden. Dennoch standen mit Hamidi (vom FC Prishtina Bern) und Luciano (2. Mannschaft) zwei Neuzugänge in der Startelf.
Das Spiel begann verhalten, beide Teams neutralisierten sich lange im Mittelfeld. Die erste nennenswerte Aktion gehörte den Gastgebern: Hunziker prüfte Besa-Keeper Tebib in der 13. Minute aus 25 Metern – der Schlussmann parierte sicher. Bei Besa sorgte erst in der 33. Minute ein Versuch von Luciano für Torgefahr, der Ball flog jedoch über das Gehäuse. Kurz vor der Pause wäre Kracke beinahe erfolgreich gewesen, seine abgefälschte Hereingabe nach Zuspiel von Sheholli drehte sich jedoch knapp am Tor vorbei.
Solothurn effizient, Besa lässt Chancen liegen
Nach dem Seitenwechsel brachte Skrzypczak mit Hofer einen weiteren Neuzugang. Beide Mannschaften kamen nun entschlossener aus der Kabine, doch Solothurn erwischte den besseren Start: Kohler setzte sich auf der rechten Seite energisch durch und legte quer auf den freistehenden Djaoudi, der in der 50. Minute zum 1:0 einschob.
Besa reagierte umgehend: Celik verfehlte nur zwei Minuten (52.) später nach Vorlage von Hamidi das Tor knapp. Die Gäste drängten nun auf den Ausgleich – Mourelle scheiterte in der 56. Minute nach einem Sololauf am glänzend reagierenden Hornung. Auch Hamidi fand in der 59. Minute im Solothurner Torhüter seinen Meister.
Entscheidung nach Dreifachwechsel
In der 67. Minute wechselten beide Trainer gleich dreifach. Während Besa kurz die Ordnung verlor, nutzte Solothurn dies eiskalt: Der eingewechselte Gjidoda bediente Stjepanovic, der aus kurzer Distanz zum 2:0 (68.) traf. Besa gab sich zwar nicht auf, doch Hamidi setzte in der Nachspielzeit den Ball knapp vorbei – es blieb beim 2:0.
Besa zeigte über weite Strecken eine disziplinierte Leistung und hatte vor allem nach dem Rückstand starke Phasen. Die Chancen zum Ausgleich waren da, doch Solothurn agierte im Abschluss kaltschnäuziger. Mit der gezeigten Einstellung und mehr Effizienz dürfte der erste Punktgewinn nicht lange auf sich warten lassen.
Ausblick
Am kommenden Wochenende hat Besa spielfrei, da Gegner Zug 94 im Schweizer Cup antritt. Stattdessen steht ein Testspiel gegen den FC Langenthal auf dem Programm (Samstag, 16. August, 11:30 Uhr, Längfeld 2).
Meisterschaft – 1. Liga
FC Solothurn – FC Besa Biel 2:0 (0:0).
Stadion FC Solothurn, Solothurn. – 410 Zuschauer. – SR: Hürlimann.
Tore: 1:0 Djaoudi (50.), 2:0 Stjepanovic (68.).
FC Solothurn: Hornung – Kohler, Pfäffli, Schläppi, Loosli – Koekenbier (67. Bitterli) – Mehidic (78. Keranovic), Hunziker – Wyss (57. Gjidoda), Stjepanovic, Djaoudi (67. Campitiello).
FC Besa Biel: Tebib – Kracke, Preite, Berger, Doutaz (67. Bangoura) – Sheholli – Osmanovic, Mourelle (67. N. Doutaz) – Hamidi, Celik (67. Maksuti), Luciano (46. Hofer).
Bemerkungen: Besa ohne Beauquier (gesperrt), Halilaj, Kurtishaj, Mushkolaj (alle Ferien), Karimi, Nushi, Toumi (alle Rekonvaleszent), Krasniqi (nicht im Aufgebot), Ribeiro Santos (krank).
Karten: keine.
Bild: Andre Veith