Damen sind startklar – Saisonbeginn in Roggwil

Am Samstag, 23. August 2025, startet unsere Frauenmannschaft in die neue Saison der 4. Liga. Zum Auftakt wartet auswärts der FC Roggwil, ehe es nur wenige Tage später in einer englischen Woche zum Duell mit dem FC Walperswil kommt. Nach einer intensiven Vorbereitungsphase ohne Testspiele blickt das Team nun voller Vorfreude auf den Saisonstart.

Wir haben vor dem ersten Meisterschaftsspiel mit unserer Kapitänin Albanita Iberhysaj gesprochen. Im Interview erzählt sie, wie die Vorbereitung verlaufen ist, welche Ziele sich die Mannschaft gesetzt hat, wie sie den Verlust wichtiger Spielerinnen auffangen möchte und warum es sich lohnt, die Spiele unserer Frauenmannschaft live zu verfolgen.

Albanita, wie ist die Vorbereitungsphase für euch verlaufen?
In der Vorbereitung konnten wir uns leider nicht so viel Zeit nehmen, wie wir es uns gewünscht hätten. Dennoch bin ich zuversichtlich, dass jede von uns die Ferien gut zur Erholung nutzen konnte.

Ihr habt in der Vorbereitung kein einziges Testspiel absolviert. Nun startet ihr gleich mit einem Auswärtsspiel beim FC Roggwil, gefolgt von einer englischen Woche mit dem Spiel gegen den FC Walperswil. Wie gut ist das Team vorbereitet, um diese frühen Belastungen zu meistern?
Die Vorbereitung war dieses Mal etwas kürzer und nicht so intensiv wie sonst, trotzdem haben wir das Beste daraus gemacht. Wir wissen, dass die ersten Spiele direkt eine Herausforderung werden, wollen das aber mit Einsatz und Teamgeist kompensieren und so gut wie möglich in die Saison starten.

Welche Erwartungen hast du an die kommende Saison?
Meine Erwartungen sind, dass wir disziplinierter auftreten und uns künftig noch mehr Mühe geben als bisher.

Im letzten Oktober hat eure Topscorerin Djellza Tela gesagt, das grose Ziel sei der Aufstieg in die 3. Liga. Hat sich an dieser Zielsetzung etwas verändert?
Unser Ziel ist nach wie vor der Aufstieg in die 3. Liga. In der letzten Saison haben wir gezeigt, dass wir dazu in der Lage sind. Wir standen am Ende auf Platz 2 und waren sogar auf der Liste für einen möglichen Aufstieg. Unser Anspruch ist es, auch diesmal wieder ungeschlagen zu bleiben, so wie wir es in der vergangenen Saison geschafft haben.

Welche Spielerinnen konntet ihr auf den Sommer hin neu verpflichten?
Wir konnten bis jetzt fünf neue Spielerinnen dazugewinnen und alle bringen bereits Grunderfahrung mit.

Mit den Abgängen der Isufi-Schwestern (Marigona und Fjolla) zum FC Solothurn verliert ihr wichtige Spielerinnen, besonders Fjolla war für ihre Torgefahr bekannt. Wie schwierig wird es, sie zu ersetzen?
Schwierig wird es nicht unbedingt. Natürlich ist es ein Verlust, aber wir sehen darin auch eine Chance: Spielerinnen auf derselben Position können nun die Gelegenheit nutzen, sich von ihrer besten Seite zu zeigen. Wir wünschen Marigona und Fjolla natürlich alles Gute für die Zukunft.

Wie kann man Spielerinnen langfristig an den Verein binden – gibt es dafür überhaupt ein Rezept?
Ein wirkliches Rezept gibt es nicht, aber es braucht gute Stimmung im Team, klare Ziele und das Gefühl, dass jede Spielerin wichtig ist. Dazu gehört auch die Unterstützung des ganzen Vereins. Nur so können wir die gesteckten Ziele gemeinsam erreichen und Spielerinnen langfristig binden.

Wenn du auf die vergangene Saison zurückschaust: Wie zufrieden bist du mit der Leistung der Mannschaft?
Ich bin sehr zufrieden. Wir haben letzte Saison kein einziges Spiel verloren, nur gewonnen oder unentschieden gespielt und waren ganz knapp am Aufstieg in die 3. Liga dran. Auch wenn es am Ende nicht geklappt hat, war das eine starke Leistung der Mannschaft.

Besonders in der Rückrunde gab es Highlights wie den 10:0-Auswärtssieg in Herzogenbuchsee. Was nehmt ihr aus der letzten Saison mit – und wo siehst du noch Verbesserungspotential?
Aus der letzten Saison nehmen wir viel Selbstvertrauen mit. Verbesserungspotenzial sehe ich darin, früher den Abschluss zu suchen, das Spiel noch konsequenter von hinten aufzubauen und die Kommunikation auf dem Platz weiter zu stärken.

Wie schwierig ist es für euch als Frauenmannschaft, Sponsoren zu gewinnen und Unterstützung zu erhalten?
Es ist besonders schwierig, Sponsoren und Unterstützung zu gewinnen, vor allem als Frauenmannschaft in der 4. Liga, da hier leider wenig Aufmerksamkeit und finanzielle Mittel vorhanden sind.

Was möchtest du den Leserinnen und Lesern mitgeben – warum sollte man die Spiele eurer Mannschaft unbedingt live besuchen und euch unterstützen?
Unsere 4.-Liga-Frauen spielen mit Leidenschaft, Einsatz und richtig viel Herz. Wer live dabei ist, spürt die Energie auf dem Platz, kann mitfiebern und uns direkt dabei unterstützen, unsere Ziele zu erreichen. Das macht jedes Spiel zu einem Erlebnis! Und ach ja: Wir sind nicht nur eine Frauenmannschaft, sondern eine Familie.

Du bist nun seit einiger Zeit Kapitänin der Mannschaft. Was bedeutet dir diese Rolle persönlich?
Für mich bedeutet es, die Mädels bei jeder Herausforderung zu unterstützen und zu motivieren. Ich möchte ihnen zeigen, dass Fussball auch Spass machen kann und nicht immer nur ernst ist. Ich will für sie ein Vorbild sein, da viele in unserer Mannschaft sehr junge Spielerinnen sind. Mit meinem Team will ich bis an die Spitze, auch wenn wir dafür gemeinsam viele Rückschläge einstecken müssen.

Was macht eure Mannschaft als Team aus – gibt es eine besondere Stärke, die euch von anderen unterscheidet?
Unsere Mannschaft zeichnet vor allem der Zusammenhalt aus. Wir stehen füreinander ein, egal wie schwierig es wird. Eine besondere Stärke ist, dass wir trotz Rückschlägen motiviert bleiben und gemeinsam kämpfen. Auch abseits des Platzes unternehmen wir viel zusammen und sind richtig gute Freunde – das macht uns als Team noch stärker.

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