Bitteres erstes Gegentor leitet Besas Niederlage in Delémont ein
Der FC Besa Biel/Bienne musste sich am Sonntag in der Meisterschaft der 1. Liga auswärts gegen SR Delémont mit 0:3 (0:0) geschlagen geben.
Vor 630 Zuschauern in der Sportanlage La Blancherie hielten wir die Partie lange offen, scheiterten aber an Torhüter Schwendimann sowie an der eigenen Effizienz. Drei Treffer im letzten Drittel der Begegnung besiegelten die Niederlage.
Delémont startete schwungvoll und drängte früh auf die Führung. Bereits in der 14. Minute prüfte Assmy per Kopf nach einer Flanke von Baume Besa-Keeper Tebib, der jedoch glänzend reagierte. Kurz darauf wurde Bentahar nach einem abgefangenen Einwurf in Szene gesetzt, doch Tebib war erneut hellwach und vereitelte die Situation (17.).
Die bis dahin beste Chance der Jurassier vergab Jatta, der nach einer Cesca-Flanke völlig frei zum Abschluss kam – doch wieder blieb Tebib Sieger (21.). In der 38. Minute bot sich Delémont die nächste Riesenchance: Nach einer Ecke von Toumi landete der Ball bei Gomis, der aus kurzer Distanz über das Tor schoss. Besa verteidigte in dieser Phase mit viel Einsatz, hatte in der Offensive aber Mühe, eigene Akzente zu setzen. Dank starker Paraden von Tebib ging es torlos in die Pause.
Kalte Dusche in der 69. Minute
Nach dem Seitenwechsel fand Besa besser ins Spiel, kam geordneter aus der Kabine und suchte selbst den Weg nach vorne. Umso überraschender fiel die Führung für Delémont: In der 69. Minute wurde ein Abschlag von Tebib im Mittelfeld abgefangen, Sylvestre schaltete schnell um und bediente Toumi, der abgeklärt zum 1:0 traf. Ein Gegentreffer, der Besa aus dem Rhythmus brachte.
Nach dem Rückstand tat sich Besa schwer, Struktur und Ruhe zu bewahren. Die Jurassier nutzten die Unordnung konsequent: In der 84. Minute eroberte Delémont nach einem Ballverlust im Aufbau das Leder, der eingewechselte Ex-Besa-Spieler Ydris Regaïa erhöhte auf 2:0. Fast im direkten Gegenzug bot sich Besa die grosse Chance zum Anschlusstreffer. Nushi setzte Bangoura in Szene, doch der scheiterte im Eins-gegen-eins an Schwendimann. Statt 2:1 fiel die endgültige Entscheidung auf der Gegenseite: Nur Sekunden später verwertete der ebenfalls eingewechselte Noé Florido ein Zuspiel von Regaïa sehenswert zum 3:0 (88.).
Wir zeigten über weite Strecken eine kämpferisch starke Leistung und hätte bei besserer Chancenverwertung selbst in Führung gehen können. Die Effizienz der Gastgeber machte letztlich den Unterschied: Während Delémont seine Möglichkeiten im zweiten Durchgang eiskalt nutzte, blieb Besa der Torerfolg verwehrt. So stand am Ende eine deutliche Niederlage, die dem Spielverlauf lange nicht entsprach.
Viel Zeit zum Hadern bleibt kaum: Bereits am kommenden Mittwoch empfängt Besa im Stadion Brühl in Grenchen den Aufsteiger Zug 94 und hat die Chance, Wiedergutmachung zu betreiben.
Meisterschaft – 1. Liga
SR Delémont – FC Besa Biel 3:0 (0:0).
La Blancherie, Delémont. – 630 Zuschauer. – SR: Auletta.
Tore: 1:0 Toumi (69.), 2:0 Regaïa (84.), 3:0 Florido (88.).
SR Delémont: Schwendimann – Baume, Cesca, Koté, Gomis – Assmy – Jatta (83. Florido), Sylvestre, Toumi (83. Martella), Camara (77. Jubin) – Bentahar (70. Regaïa).
FC Besa Biel: Tebib – Kracke, Preite, Rexhaj, Berger, Doutaz (46. Mushkolaj) – Sheholli (76. Beauquier) – Hamidi, Osmanovic (76. Hofer) – Celik (72. Nushi), Luciano (46. Bangoura).
Bemerkungen: Besa ohne Dakaj, Halilaj, Krasniqi, Maksuti (alle nicht im Aufgebot), Karimi, Toumi (beide Rekonvaleszent), Kurtishaj, Mourelle (beide verletzt).
Karten: 58. Kracke (gelb, Foul), 71. Osmanovic (gelb, taktisches Foul), 72. Preite (gelb, Ballwegschlagen).
Bild: Georges Henz