Bittere Heimniederlage
Vor 315 Zuschauern im Längfeld 2 empfing der FC Besa Biel den ungeschlagenen Tabellenführer SV Muttenz. Trotz einiger vielversprechender Momente endete das Spiel mit einer schmerzhaften 1:5-Niederlage, die vor allem durch eine desolate zweite Halbzeit geprägt war.
Die Mannschaft von Trainer Skryzpczak zeigte zwar Ansätze, konnte aber die Effizienz und Laufbereitschaft der Gäste nicht kontern. Nach den Siegen gegen Grasshoppers U-21 und Black Stars ist diese Niederlage ein Weckruf, der dringend aufgearbeitet werden muss.
Gäste übernehmen Kontrolle
Muttenz übernahm früh das Spieldiktat und zeigte sich im Spielaufbau klar überlegen. Schon in der 18. Minute testete Jungspund Boughazi Besa-Torhüter Tebib, der sicher parierte. Die Gäste nutzten die Fehler in Besa’s Vorwärtsbewegung konsequent aus, angeführt von einem überragenden Mittelfeldmotor Suter. In der 23. Minute vergab Miljanovic eine gefährliche Flanke und eine Minute später (24.) spielte Lee einen präzisen Pass hinter die Besa-Abwehr, den die Baselbieter jedoch nicht verwerten konnten. Spätestens hier war klar, dass Besa hellwach sein musste, um gegen die hohe Laufbereitschaft und das blitzschnelle Umschaltspiel von Muttenz zu bestehen.
In der 31. Minute schlug Muttenz zu: Nach einem schwachen Freistoss von Besa konterte Muttenz eiskalt. Boughazi bediente Sambasivam mit einem Ball in die Tiefe, der zur verdienten 0:1-Führung einschob. Kurz vor der Pause hatte Besa noch eine grosse Chance, als Hamidi nach einem Zuspiel von Luciano knapp über das Tor schoss (44.).
Auflösungserscheinungen in Halbzeit zwei
Zur Halbzeit brachte Trainer Skryzpczak Maksuti für Doutaz, um die Offensive zu stärken. Doch trotz des frischen Impulses zeigte Besa bald Schwächen. In der 48. Minute verfehlte Bouazzi per Kopf eine Flanke von Kracke. In der 51. Minute setzte sich Kirilmaz entlang der Strafraumgrenze durch, sein Abschluss ging jedoch knapp vorbei. Eine Minute später (52.) schlug Muttenz dann eiskalt zu: Sheholli verlor den Ball gegen Miljanovic, der Vesco bediente, welcher per Hackentrick das 0:2 erzielte.
Unsere Angriffe blieben weiterhin glücklos. Maksuti schoss in der 53. Minute über das Tor, während Muttenz’ Mumenthaler im Gegenzug ebenfalls vergab (54.). In der 62. Minute setzte sich Toumi im 1:1 durch, doch Hamidi traf den Ball in der Mitte nicht richtig. Eine weitere Flanke von Toumi verpasste Maksuti per Kopf (63.).
Die neu formierte Besa-Abwehr zeigte eklatante Schwächen. In der 68. Minute fing Rexhaj einen Ball ab, doch Muttenz’ Boughazi leitete über Miljanovic das 0:3 ein. Nur drei Minuten später offenbarte die Defensive erneut Mängel: Nach einem unklaren Klärungsversuch landete der Ball bei Vesco, der mit seinem zehnten Saisontor zum 0:4 traf (71.).
Späte Reaktion und bittere Schlussphase
In der 72. Minute hatte Besa Pech, als Maksuti nach einer weiteren Kracke-Flanke an die Latte köpfte. Zwei Minuten später setzte sich Nushi im 1:1 durch, doch sein Abschluss wurde vom Muttenz-Torhüter Altermatt gehalten (74.). Der Ehrentreffer gelang schliesslich in der 82. Minute durch Mourelle (1:4), der einen Pass von Rexhaj in die Laufrichtung mitnahm und mit rechts abschloss. Doch Muttenz hatte das letzte Wort: In der 85. Minute spielte der eingewechselte Kantar aus linker Position Suter im Zentrum an, der mit einem haltbaren Distanzschuss aus 25 Metern zum 1:5-Endstand traf.
Blick nach vorne
Trainer Skryzpczak steht vor der Aufgabe, die Mannschaft für das kommende Auswärtsspiel gegen den formstarken FC Concordia Basel neu auszurichten. Eine klare Kurskorrektur ist notwendig, um die Defensive zu stabilisieren und die positiven Leistungen der vergangenen Spiele wieder abzurufen.
Meisterschaft – 1. Liga
FC Besa Biel – SV Muttenz 1:5 (0:1).
Längfeld 2, Biel. – 315 Zuschauer. – SR: Hürlimann.
Tore: 0:1 Sambasivam (31.), 0:2 Vesco (52.), 0:3 Boughazi (68.), 0:4 Vesco (71.), 1:4 Mourelle (82.), 1:5 Suter (85.).
FC Besa Biel: Tebib – Berger, Sheholli, Rexhaj – Kracke, Osmanovic (57. N. Doutaz), Mourelle, Doutaz (46. Maksuti) – Hamidi (71. Hamidi), Bouazzi (57. Nushi), Luciano (57. Toumi).
SV Muttenz: Altermatt – Mumenthaler, Lee, Stanic, Jankowski (36. Haas) – Suter – Mijanovic, Freyenmuth (88. Shala), Sambasivam (46. Kirilmaz) – Vesco (88. Da Silva), Boughazi (75. Kantar).
Bemerkungen: Besa ohne Bangoura, Beauquier, Kurtishaj, Mushkolaj (alle nicht im Aufgebot), Dakaj, Hofer (beide 2. Mannschaft), Halilaj (gesperrt), Karimi (verletzt).
Karten: 56. Kirilmaz (gelb, Unsportlichkeit), 70. Berger (gelb, Foul), 76. Sheholli (gelb, Foul), 84. Rexhaj (gelb, Foul), 87. N. Doutaz (gelb, taktisches Foul).